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    Löten und Schweissen von Kupfer und Kupferlegierungen    Als PDF-Datei


    2. Löten von Kupfer

    

Die Werkstückvorbereitung ist praktisch die gleiche wie beim Löten von Schwermetallen. Die Lötflächen sind mechanisch zu säubern und fettfrei zu machen. Die Einzelteile sind provisorisch zu fixieren. Die optimale Lötspaltbreite liegt im Bereich von 0,10 und 0,20 mm. Die Verbindungsstellen werden vor dem Zusammenbau mit Flussmittelpaste eingestrichen.

  
 2.1 Hartlöten von Kupfer
  
 

Das Hartlöten von Kupfer wird bei Arbeitstemperaturen von 600 - 900 °C ausgeführt und bietet gegenüber dem Schweissen den Vorteil einfacher Ausführung.

Es sind folgende Verbindungen mit Schweiss- und Lötbrenner oder Ofen- und Hochfrequenslöten gebräuchlich:

 
Hartlötverbindungen
  
 

Neben den für das lötgerechte Konstruieren gebräuchlichen Spaltformen kommt bei Rohren die Kehlnaht in Betracht, wenn zähflüssige Phosphorkupfer- oder Messinglote verwendet werden. Silberlote mit 20 bis 45 % Silber zählen zu den wichtigsten Hartloten.

  
 

Cadmiumfreie Silberhartlote nach DIN EN ISO 3677
Für Verbindungen die mit Lebensmitteln bzw. Trinkwasser in Berührung kommen.
Für Lötstellen mit Betriebstemperaturen bis 200 °C

 
Silberhartlote
Schmelzbereich
Arbeits-
temperatur
620 - 655 °C
650 °C
630 - 660 °C
660 °C
640 - 680 °C
670 °C
675 - 735 °C
730 °C
630 - 730 °C
710 °C
Silox S 50
690 - 810 °C
790 °C
  
 

Hartlötflussmittel nach DIN EN 1045
Universalflussmittel für Schwermetalle

 
Bezeichnung
Wirktemperatur-
bereich
Konzistenz
Ögussa h
550 - 800 °C
Hartlötpaste
Silox F 5
550 - 800 °C
Hartlötpaste
Silox F 500
550 - 800 °C
Hartlötpulver
  
 Die Flussmittel werden vorwiegend in Pastenform verwendet. Die Rückstände der Silberlotflussmittel korrodieren und müssen nach dem Lötvorgang sorgfältig entfernt werden. Diese können mechanisch mit einer Bürste unter lauwarmen Wasser entfernt werden. Sollte die Entfernung der Flussmittelrückstände auf dem mechanischen Wege nicht ausreichen, kann eine 10 %ige Schwefelsäure zu Hilfe genommen werden.
Nach dem Beizvorgang die Werkstücke mit Wasser passivieren!
 

Stand: 08.06.2005


 
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