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Der Schmelzpunkt des
reinen Aluminiums liegt bei 660°C, der der gängigen Aluminiumknet- und -gußlegierungen
liegt im Bereich von 500 bis 640 °C. Der Schmelzpunkt liegt so niedrig, das zum
Hartlöten von reinem Aluminium und einem Teil der Aluminiumlegierungen von den
bekannten Silberhartloten nur das niedrigschmelzende
Hartlot Ögussa 4003 ( AT - Arbeitstemperatur 610 °C ) in Frage käme,
wenn es aus Gründen der Korrosionssicherheit angewendet werden dürfte.
Die Übergangszone solcher Lötverbindungen Leichtmetalle und Schwermetalle sind
bei Zutritt von Feuchtigkeit durch Elementbildung und damit Kontaktkorrosion gefährdet.
Tatsächlich zwingt jedoch das Korrosionsverhalten von Hartlötverbindungen, solche
Lote zu benutzen, die keine oder nur wenig Schwermetalle enthalten und mindestens
zu 70 % aus Aluminium bestehen. Nur so läßt sich die Mindestanforderung an die
Korrosionsbeständigkeit der Lötungen erfüllen und gewährleisten, daß die Lötstellen
gegen atmosphärische Einflüsse, Wasser, schwache Salzlösungen usw. genauso beständig
sind wie die Aluminium-Grundwerkstoffe.
Hierin liegt die Begründung warum die AT des geeigneten Aluminiumhartlotes SL-AlSi12
( Silox
S 6 S ), daß auf der Basis Aluminium-Silizium aufgebaut ist, nur wenig
unterhalb des Schmelzpunktes von Aluminium liegt. Beim
Löten muß deshalb vorallem darauf geachtet werden, daß der Grundwerkstoff nicht
angeschmolzen wird. Erschwerend kommt hinzu, daß Aluminium keine Glühfarben zeigt.
Für ein lötgerechtes Erwärmen der Verbindungsstellen ist daher mehr Erfahrung
und Übung erforderlich als beim Löten von Schwermetallen. |